
3D-Druck Resin-Workflow: Hollowing, Supports und Aushärtung
Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten
Wichtigste Erkenntnisse
- Ein optimierter 3D-Druck-Workflow mit Resin spart Zeit, Material und reduziert Fehler.
- Hollowing senkt Harzverbrauch und verbessert Aushärtung.
- Supports gezielt platzieren, um Oberflächenqualität zu erhalten.
- Zweistufiges Waschen und kontrollierte UV-Aushärtung liefern stabile, maßhaltige Teile.
- Dokumentation der 3D-Druck-Daten verhindert wiederkehrende Probleme und verbessert Reproduzierbarkeit.
Inhaltsverzeichnis
Resin-Druckprozess im 3D-Druck
Der typische Ablauf für den Resin-Druck umfasst Modellvorbereitung, Slicing, Drucken, Waschen und Aushärtung. Jeder Schritt beeinflusst Präzision und Oberflächenqualität.
- Modellvorbereitung: Ausrichtung prüfen, Hollowing und Supports anpassen.
- Slicen: Parameter setzen (z. B. Schichtdicke, Belichtungszeit).
- Drucken: Schichtaufbau mit UV-Licht.
- Waschen: Reinigung mit IPA.
- Aushärtung: UV-Finish zur Stabilisierung.
Ausführliche Tipps liefert Addis Techblog.
Hollowing im 3D-Druck
Das Hollowing macht 3D-Modelle innen hohl, wodurch Harz und Zeit gespart werden. Empfohlene Wandstärke: 1,0–1,5 mm für kleine Modelle, 1,5–2,0 mm für größere.
- Drain Holes (2–4 mm) vermeiden eingeschlossene Flüssigkeiten.
- In Slicern wie ChiTuBox oder Lychee können Hohlräume automatisch berechnet werden.
- Vermeide zu dünne Wände — unter 1,0 mm droht Instabilität.
Mehr zu diesem Thema unter Phrozen3D.
Support-Strategien im Resin-Druck
Supports stabilisieren Überhänge und detaillierte Bereiche. Gute Platzierung bestimmt Druckqualität und Nachbearbeitungsaufwand.
- Setze Kontaktpunkte auf Rückseiten, Unterseiten oder unauffällige Stellen.
- Verwende Light Supports für feine Details.
- Automatisch generierte Supports manuell nachjustieren.
- Supports vor der Endhärtung mit Spachtel oder Cutter entfernen.
Vertiefende Informationen von Formlabs.
Aushärtung und Nachbearbeitung
Nach dem Druck erfolgt die Reinigung in zwei Isopropanolbädern, gefolgt von einer UV-Nachhärtung unter 405 nm.
- Erstbad: 2–5 min Bewegung im IPA.
- Zweitbad: frisches IPA für Rückstände.
- Lufttrocknen, Drain Holes kontrollieren.
- UV-Härtung: 5–30 min, je nach Wandstärke und Farbe des Resins.
Empfehlungen zur Aushärtung von Formlabs.
Workflow-Optimierung im 3D-Druck
Ein dokumentierter Workflow sorgt für Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit. Kalibriere regelmäßig die Buildplate und teste Parameter mit kleinen Modellen.
- Lift-Speed anpassen (ca. 65 mm/min als Startwert).
- Schichtdicke wählen (25 µm für Details, 50 µm für Standardteile).
- 30–45°-Ausrichtung minimiert Peel Forces.
- Verwende Logbücher für Parameter, Resin, Temperatur, Belichtungszeit.
Vertiefende Tipps finden Sie unter Addis Techblog und Phrozen3D.
Fazit
Ein durchdachter Resin-Workflow bringt Präzision und Konsistenz. Durch Hollowing, korrekt gesetzte Supports und saubere Nachbearbeitung entstehen robuste und glänzende Teile.
- Teste Wandstärken und Harzarten.
- Reduziere Stützstrukturen für glatte Oberflächen.
- Arbeite mit klarer Wochenstruktur: Kalibrierung, Supports, Aushärtung, Finish.
Weitere Ressourcen: Formlabs, Phrozen3D.
FAQ
Wie kann ich Harz im 3D-Druck sparen?
Durch Hollowing, Drain Holes und reduzierte Wandstärke. Hohlräume verringern Materialverbrauch deutlich.
Wann sollten Supports entfernt werden?
Nach dem Waschen, aber vor der finalen UV-Härtung. So lassen sie sich leichter lösen.
Warum ist die Ausrichtung im Slicer so wichtig?
Sie beeinflusst Oberflächenqualität, Druckdauer und Peel Forces. Leicht schräge Positionen sind oft effizienter.
Welche Sicherheitsregeln gelten für Resin?
Schutzhandschuhe, gute Belüftung und geschlossene IPA-Behälter sind Pflicht. UV- und Feuergefahr beachten.


