
k8s-proxmox im Homelab: Kubernetes (k8s) auf Proxmox VE betreiben
Geschätzte Lesezeit: 10–12 Minuten
Wichtigste Erkenntnisse
- Kombination von Kubernetes und Proxmox VE ermöglicht realistische Cloud-Szenarien im Homelab.
- k3s ist die empfohlene Kubernetes-Distribution für kleine, ressourcenschonende Setups.
- Virtuelle Maschinen bieten Isolierung, Snapshots und Stabilität.
- Automatisierung mit OpenTofu/Terraform und FluxCD bringt reproduzierbare Infrastruktur.
- Monitoring- und Backup-Tools wie Longhorn, Prometheus und Grafana sichern Betrieb und Lernfortschritt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung: k8s-proxmox verstehen und warum Proxmox für das Homelab ideal ist
k8s-proxmox bedeutet, Kubernetes (K8s) auf Proxmox VE zu betreiben – eine Kombination, die Virtualisierung und Containerisierung vereint. Kubernetes verwaltet Container, automatisiert den Betrieb, verteilt Last und stellt Ausfallsicherung sicher. Proxmox VE fungiert als freie Virtualisierungsplattform mit KVM und LXC, integriertem Storage, Backup und Web-GUI – perfekt für Homelabs.
- Erstelle eine Lernumgebung wie in der Cloud mit CI/CD, GitOps, Monitoring und Backup.
- Teste k8s auf Proxmox flexibel mithilfe von Snapshots und VM-Klonen.
- Lerne Schritt für Schritt, wie du einen Dreinodes-Cluster mit k3s, flannel, Longhorn und FluxCD aufsetzt.
Architekturvarianten: Kubernetes-Cluster im Homelab
Drei Varianten sind üblich, um Kubernetes in ein Proxmox-Homelab zu integrieren:
- Variante 1 – Kubernetes in VMs: Empfohlen wegen Isolation, einfacher Backups und Flexibilität.
- Variante 2 – Kubernetes in LXC: Sehr schnell, aber eingeschränkt durch Kernel-Features.
- Variante 3 – Bare Metal neben Proxmox: Komplex und meist nicht zielführend.
Empfohlen wird VMs mit k3s – stabil und leicht.
Voraussetzungen: Hardware und Setup-Basis
- CPU: 4–8 Kerne
- RAM: 16–32 GB
- Storage: 250–1000 GB SSD/NVMe
- Netzwerk: 1 Gbit+
Nutze Cloud-Init mit einem Debian- oder Ubuntu-Image und SSH-Key. Lege Snapshots und regelmäßige Backups an.
Leichtgewichtige Kubernetes-Distributionen
- k3s: Minimalistisch, stabil, ideal für VMs.
- Talos Linux: High-Level, GitOps-orientiert, fortgeschritten.
- MicroK8s: Einfach, aber umfangreicher durch Snaps.
Fazit: k3s auf Proxmox-VMs ist die sinnvollste Lösung für ein Homelab.
Schritt-für-Schritt: 3-Node-k3s-Cluster auf Proxmox
Erstelle ein Ubuntu Cloud-Init-Template, klone drei VMs (eine Control-Plane, zwei Worker) und installiere k3s per:
Control-Plane:
curl -sfL https://get.k3s.io | sh -s – server –disable traefik
Worker:
export K3S_URL=https://CON-IP:6443
export K3S_TOKEN=DEIN_TOKEN
curl -sfL https://get.k3s.io | sh –
- Netzwerk: flannel oder Cilium
- Storage: Longhorn oder NFS
- Backup: Nutze Proxmox-Snapshots und halte 3-2-1-Regel ein
Infrastruktur as Code und GitOps
- Erstelle VMs per OpenTofu/Terraform.
- Automatisiere Deployments mit FluxCD.
- Nutze Zusatztools wie cert-manager, ExternalDNS, Sealed Secrets und CI/CD.
Ergebnis: Proxmox und Kubernetes bleiben synchron und reproduzierbar – vollständig als Code.
Beispiel-App und Monitoring
Teste deinen Cluster mit Apps wie Gitea oder Nextcloud und richte Monitoring ein:
- App-Deployment: Per Helm mit PVC über Longhorn.
- Ingress & TLS: Traefik oder NGINX, cert-manager mit Let’s Encrypt.
- Monitoring: Prometheus & Grafana, optional Loki für Logs.
Dein Cluster wird damit produktionsähnlich – ideal zum Lernen und Testen.
Lessons Learned und Tuning
- Plane VLANs und DNS sauber.
- Nutze MetalLB für interne LoadBalancing-IPs.
- CPU-Pinning und VirtIO erhöhen Performance.
- Halte k3s schlank – nur notwendige Addons aktivieren.
- Backups regelmäßig testen und dokumentieren.
Fazit und Checkliste
Kubernetes auf Proxmox ist die perfekte Kombination für Lernzwecke. Du lernst Container- und VM-Management, CI/CD, Backup und Monitoring ganzheitlich.
- Control-Plane: 2 vCPU, 4–6 GB RAM
- Worker: 2 vCPU, 4 GB RAM
- Storage: Longhorn/NFS
- Automatisierung: OpenTofu + FluxCD
- Monitoring: Prometheus + Grafana
FAQ
Welche Vorteile hat Proxmox gegenüber Bare-Metal-K8s?
Virtualisierung ermöglicht Snapshots, Klonen und sichere Experimente – ideal für Lernumgebungen.
Welche Storage-Lösung ist am einfachsten?
Longhorn für lokale SSDs, NFS wenn ein NAS vorhanden ist.
Es automatisiert deine Deployments und hält deine Clusterzustände versioniert im Git – eine wichtige Übung für reale Cloud-Operationen.


